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Interview

Interview mit dem Vorsitzenden des Ortsverbands Grunewald-Halensee 

Herr Jupe, wie kamen Sie zur Politik?

CJ: Ich hatte in den letzten beiden Gymnasialklassen vor dem Abitur einen hoch dynamischen  Lehrer, der uns „Pennäler“ in einer Arbeitsgemeinschaft an aktuelle politische Sachverhalte heranführte und mein Interesse daran weckte. Übrigens, wenn ich das bemerken darf, ist er heute ein Mitglied unseres Ortsverbandes, nämlich Herr von Richthofen, der spätere Präsident und derzeitige Ehrenpräsident des deutschen olympischen Sportbundes.
 

Dies die Theorie – und die Praxis?

CJ: Nun, das Grundgesetz sagt in Artikel 21, dass die Parteien an der politischen Willensbildung der Bevölkerung mitwirken. Ich fand es naheliegend mich schon während meines Studiums zu engagieren. Da die politischen Parteien seinerzeit an der Freien Universität kaum vertreten waren, gründete ich mit interessierten Kommilitonen eine eigene Gruppierung, um bei den studentischen Wahlen ein Angebot neben den schon bestehenden anderen, eher links orientierten Gruppen zu schaffen.

 
Wurden Sie auch gewählt?

CJ: Ich selbst war zwei Jahre lang studentischer Fakultätssprecher in der juristischen Fakultät der FU Berlin. Wir stellten Mitglieder im akademischen Senat und im Kuratorium der FU.


Wie sind Sie Mitglied der CDU geworden, die Sie jetzt als Wahlkreisbewerber aufgestellt hat?

CJ: Meine damaligen Unterstützer waren vornehmlich Personen aus dem christdemokratischen Bereich, so der jetzige Vize-Präsident des Abgeordnetenhauses, Herr Dr. Uwe Lehmann-Brauns oder der leider inzwischen verstorbene CDU-Abgeordnete – damals noch für Berlin-Halensee - Dr. Ekkehard Wruck, die mich für die CDU interessierten.


Ihrer Homepage ist zu entnehmen, dass Sie sich eineinhalb Jahrzehnte nicht im politischen Bereich bewegten – kommen Sie also auch ohne Politik im Leben aus?

CJ: Ich hatte nach zwölfjähriger Tätigkeit als CDU-Bezirksverordneter und Fraktionsvorsitzender in der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Wilmersdorf einen Schnitt gemacht. Einerseits wollte ich mich mehr dem Familiären widmen – ich habe zwei Kinder: eine Tochter und einen Sohn. Andererseits war es mein Bestreben, nicht vom Politikbetrieb abhängig zu sein und es war mir auch sehr wichtig, eine eigenständige berufliche Existenz aufzubauen. Immerhin war ich aber auch in dieser Zeit ehrenamtlich im Kulturbereich aktiv.


Sie sind also – wenn man so sagen darf – in Ihren alten politischen Beritt zurückgekehrt und wurden nun dort als Kandidat aufgestellt?

CJ : Mich provozierte die Bildung der rot/roten Koalition in Berlin seit 2001: Eine Stadtregierung unter Beteiligung einer Partei, die noch immer auf der Suche nach Formen des Kommunismus ist, den wir doch eigentlich 1989/1990 überwunden zu haben glaubten, ist für mich nicht tolerabel. Ich denke, diesbezüglich gehe ich mit dem Großteil der Bevölkerung konform.


Sie meinen die Linke? Die Zahlen bei den Berliner Wahlen sprechen eine andere Sprache!

CJ : Die Demokratie lebt vom Wechsel. Ich engagiere mich dafür, dass die CDU, die nun einmal bundesweit die stärkste Volkspartei ist, auch in Berlin wieder an der Regierungsverantwortung teilhat. Eine bruchstückhafte Stadtentwicklungspolitik, ein unausgegorenes Straßenausbaubeitragsgesetz, eine Bildungspolitik, die Schulbildung und Fortkommen in der Schule vom Lotterieglück abhängig macht, um nur einige wenige Themen zu nennen, sind Anlass, mich für die CDU zu engagieren und ein Abgeordnetenmandat anzustreben.

 
Was wollen Sie bei einem Regierungswechsel ändern?

CJ: Selbstverständlich gibt es eine große Palette von Änderungswünschen und –notwendigkeiten nach zehnjähriger Politik von Rot/Rot. Der Landesverband der CDU-Berlin hat die hundert wichtigsten Problemfelder mit den Bürgern der Stadt diskutiert und nimmt diese in ihr Wahlprogramm auf, dass veröffentlicht wurde. Hierzu gehören vorrangig auch Wirtschaft und Arbeit, Jugend und Integration sowie das Thema Innere Sicherheit. Auch unsere ältere Bevölkerung muss am kulturellen Leben in der Stadt teilhaben können ohne Furcht, abends auf die Straße zu gehen.


Und wie lautet Ihr persönliches Anliegen?


CJ:  Persönlich will ich die Interessen und Bedürfnisse der Grunewalder und Halenseer im Abgeordnetenhaus gewissenhaft vertreten. Politisch ist die Bildung der Schlüssel für die Zukunft. Die möglichst gleichmäßig verteilte Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen an Bildung und Ausbildung und die Schaffung vernünftiger Angebote hierfür ist mir ein besonderes Anliegen. Außerdem will ich mich für eine Familienpolitik einsetzen, die das Miteinander der Generationen, in der Familie insbesondere zwischen Eltern und Kindern, aber auch unter Einbeziehung des Erfahrungsschatzes der Senioren fördert.
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